Warnemünder Fußball-Nachwuchs

Nach der politischen Wende in Deutschland musste sich auch die Nachwuchsabteilung des SV Warnemünde neu orientieren.

Der gewohnte Vereinsalltag brach zusammen und auch die staatlichen Unterstützungen und Förderungen blieben aus. Der Spielbetrieb wurde jedoch mit einigen Mannschaften aufrecht erhalten.

1992 begann dann durch die hervorragende Arbeit der hauptamtlichen Mitarbeiter Ronald Adam und Christian Schimmelpfennig die Neustrukturierung des Nachwuchsbereiches. Ziel war es mehr Kinder und Jugendliche für den Fußballsport zu begeistern und in allen Altersklassen eine wettbewerbsfähige Mannschaft zu stellen. Neben Sichtungen in den Schulen und auf Bolzplätzen sorgte auch die sportliche Kompetenz dafür, dass der Vereinsname schnell wieder einen guten Ruf im Fußballnorden genoss.

Anfänglich trainierten circa 60 Kinder in fünf Mannschaften, wobei im A-Junioren-Bereich aufgrund fehlender Spieler eine Spielgemeinschaft mit dem SV Hafen Rostock gebildet werden musste. Betreut wurden die Nachwuchsmannschaften von den größtenteils ehrenamtlichen Trainern Ernst Möhring, Reinhard Kempert, Mathias Kröger, Peter Lehmann und Ronald Adam. Seit 1993 hatte der SV Warnemünde kontinuierlich Zulauf an sportbegeisterten Kindern und Jugendlichen.

Auch im neuen Jahrtausend lassen die Nachwuchsmannschaften auf Landes-, Bezirks- und Kreisebene ordentlich von sich reden. Die B-Junioren des Klubs erspielten in der Saison 2003/2004 unter Trainer André Born den Bezirksmeister-Titel und liefen daraufhin in der höchsten Liga des Landes auf.

Höhepunkt der Nachwuchs-Abteilung ist jedoch der traditionelle Atlantic-Cup im Sommer jedes Jahres. An diesem Fußball-Turnier für E-Juniorenmannschaften beteiligen sich alljährlich junge Kicker aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus Dänemark. Bereits Kultstatus erlangte bei dem seit 1995 veranstalteten Turnier der wohl einzigartige Vergleich zwischen Bäckern und Schornsteinfegern in Berufskleidung auf dem grünen Rasen.

Zusammengestellt von Martin Schuster

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