Goldenes Tor entschied 11. Atlantic-Cup

Beim 11. Atlantic-Cup des SV Warnemünde Fußball musste sich der SV Hafen Rostock 61 am Sonnabend unter elf E-Junioren-Mannschaften lediglich im Finale dem Wartenberger SV Berlin geschlagen geben. Auf dem Bronze-Rang landeten die gastgebenden Warnemünder.

Der sympathische Turnier-Neuling aus Ost-Berlin spielte aufgrund der insgesamt „nur“ fünf Turnier-Tore, bei allerdings keinem Gegentreffer, ein durchweg effektives Turnier und eroberte den begehrten Wanderpokal somit auch verdient. Bei bestem Fußballwetter entschied ein sehenswert und zugleich routinierter Distanzschuss des elfjährigen Philipp Petras das Endspiel um den diesjährigen Atlantic-Cup an der Warnemünder Parkstraße. Die Rostocker Steppkes versuchten im Anschluss vergeblich das von beiden Seiten energisch geführte Finale zu ihren Gunsten zu entscheiden, blieben jedoch am Ende erfolglos. Auf dem Weg ins Endspiel blieben zuvor beide Finalisten in ihrer Vorrunden-Staffel ungeschlagen.

Im Spiel um den Bronze-Rang behielten die gastgebenden Warnemünder durch zwei sehenswerte Treffer von Lukas Dunkelmann (10) gegen den bis dato ungeschlagenen Hohenschönhauser SV Rot-Weiß Berlin die Oberhand. Die Berliner beendeten die Staffel 2 nur aufgrund des „schlechteren“ Torverhältnisses (11:0) hinter dem SV Hafen Rostock 61, der auf 18:1 Tore kam. In der Staffel 1 trotzten die Warnemünder dem späteren Turnier-Sieger ein torloses Remis ab und mussten sich lediglich dem SV Eintracht Gransee geschlagen geben. Das Spiel um Platz fünf wurde in einem spannenden Neunmeterschießen zu Gunsten des Breitenfelder Sportvereins (Schleswig-Holstein) mit 5:4 gegen den TS Einfeld aus Neumünster entschieden. Platz sieben ging an den SV Eintracht Gransee (Brandenburg), der sich knapp mit 3:2 gegen den FSV Rühn durchsetzte. Im Lokalduell um Platz neun behielten die Jungs des Rostocker FC mit einem Tor Vorsprung gegen den SV Warnemünde Fußball II die Oberhand. Der Tabellenplatz elf brauchte aufgrund der kurzfristigen Turnier-Absage des Grevesmühlener FC nicht ausgespielt werden und ging direkt an den SV Warnow 90 Rostock.

Zur Siegerehrung wartete nicht nur der begehrte Atlantic-Cup auf seinen Empfänger auch drei talentierte Spieler hatten sich an diesem Nachmittag einen Namen gemacht. So überreichte Atlantic-Restaurant-Chef Günther Mohr nicht nur dem achtfachen Torschützen Sebastian Synwoldt vom FSV Rühn den Pokal zum Besten Torschützen sondern auch Florian Endert vom SV Eintracht Gransee seine Auszeichnung zum Besten Torwart. Aus Reihen des Turnier-Siegers wurde der strahlenden Norbert Kawa zum Besten Spieler des Turniers gewählt. Seine beiden Trainer Marco Fiedler und Piotr Kawa feierten nach der Übergabe der Sieger-Trophäe mit der Mannschaft und den mitgereisten Eltern den ersten Atlantic-Cup-Erfolg und sprachen abschließend von einem „super, geilen und bestens organisierten“ Nachwuchs-Turnier.

Zum traditionellen und beliebten fußballerischen Vergleich zwischen den Schornsteinfegern und Bäckern konnte es an diesem Nachmittag leider nicht kommen, da die Bäcker-Innung um Obermeister Jürgen Gottschalk die Warnemünder Initiatoren zur neunten Auflage „im Stich ließen“. Sein Gegenpart Peter Saß, ehemaliger Kreismeister der Schornsteinfeger, war sichtlich „Sauer über die Bäcker“ und konnte dieses „unsportliche und charakterlose Verhalten“ nicht verstehen. Letztendlich forderten die „Schwarzen“ um den langjährigen Kapitän Wilfried Linka (35) eine „weiße“ Traditions-Mannschaft des SV Eintracht Gransee, mussten sich am Ende jedoch äußerst knapp mit 1:2 geschlagen geben. Den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer konnte nach schöner Vorarbeit über rechts Ingo Stanislaw (30) „abstauben“.

MARTIN SCHUSTER

11. Atlantic-Cup im Fußball für E-Junioren

Staffel 1: Wartenberger SV – SV Warnemünde Fußball I 0:0, – Breitenfelder SV 1:0, – Eintracht Gransee 1:0, – Rostocker FC 2:0. SV Warnemünde Fußball I – Breitenfelder SV 2:1, – Eintracht Gransee 1:2, – Rostocker FC 1:0. Breitenfelder SV – Eintracht Gransee 1:0, – Rostocker FC 4:0. Eintracht Gransee – Rostocker FC 1:0.

Staffel 2: SV Hafen Rostock – Hohenschönhauser SV Rot-Weiß 0:0, – TS Einfeld 3:0, – FSV Rühn 7:1, – SV Warnemünde Fußball II 4:0, – SV Warnow 90 Rostock 4:0. Hohenschönhauser SV Rot-Weiß – TS Einfeld 1:0, – FSV Rühn 5:0, – SV Warnemünde Fußball II 4:0, – SV Warnow 90 Rostock 1:0. TS Einfeld – FSV Rühn 2:1, – SV Warnemünde Fußball II 0:0, – SV Warnow 90 Rostock 1:1. FSV Rühn – SV Warnemünde Fußball II 4:0, – SV Warnow 90 Rostock 2:2. SV Warnemünde Fußball II – SV Warnow 90 Rostock 2:1.

Platz 11: SV Warnow 90 Rostock. Um Platz 9: SV Warnemünde Fußball II – Rostocker FC 1:2. Um Platz 7: FSV Rühn – Eintracht Gransee 2:3. Um Platz 5: TS Einfeld – Breitenfelder SV 2:2, 5:4 im Neunmeterschießen. Um Platz 3: Hohenschönhauser SV Rot-Weiß – SV Warnemünde Fußball I 0:2. Finale: SV Hafen Rostock – Wartenberger SV 0:1.

Abschlusstabelle: 1. Wartenberger SV Berlin, 2. SV Hafen Rostock 61, 3. SV Warnemünde Fußball I, 4. Hohenschönhauser SV Rot-Weiß Berlin, 5. TS Einfeld, 6. Breitenfelder SV, 7. SV Eintracht Gransee, 8. FSV Rühn, 9. Rostocker FC, 10. SV Warnemünde Fußball II, 11. SV Warnow 90 Rostock.

Die drei besten Turnier- Mannschaften

Wartenberger SV Berlin: Pascal Walther – Norbert Kawa, Patrick Marschall, Tom Mascke, Florian Marcler, Philipp Petras, Maximilian Nisalke, Jakob Acar, Felix Kostbade. Trainer: Marco Fiedler, Piotr Kawa.

SV Hafen Rostock 61: Oliver Lüdt, Lukas Lembke, Tom Schmidt, Erik Fuhrmann, Niklas Bliemeister, Eike Lenz, Tom Waleska, William Brandes, Björn Schlottke, Arvid Eisenberg. Trainer: Tino Gerske, Andreas Lembke.

SV Warnemünde Fußball I: David Schelensky – Hannes Löwe, Lukas Dunkelmann, Mats May, Dennis Ross, Henning Mohr, Leon-Phillip Junge, Clemes Benkner, Sascha Steinleger, Hannes Ohl, Daniel Storek. Trainer: Willi Petruch, Ingo Bergmann, Lars Reimann.

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